Dieses inspirierende Buch enthüllt tief verändernde und praktische Methoden, die eine kraftvolle Öffnung des Herzens ermöglichen, die Quelle allen wahren Glückes.
Es erklärt wie wir über die acht wundervollen Verse meditieren können, die die beliebtesten buddhistischen Unterweisungen enthalten, die Acht Verse der Geistesschulung. Verfasst vom großen tibetischen Bodhisattva Langri Tangpa, zeigt dieses kurze Gedicht, wie wir alle Probleme des Lebens in wertvolle spirituelle Einsichten umwandeln können.
Seit Jahrhunderten bringt diese befreiende Meditationspraxis unzähligen Menschen im Osten dauerhaften inneren Frieden, Inspiration und Gelassenheit.
Jetzt, mit diesem Buch, lässt Geshe Kelsang Gyatso all diejenigen an der unermesslich reichen Einsicht dieser alten Weisheit teilhaben, die auf der Suche nach dauerhaftem Glück in ihrem modernen Leben sind.
“... induces calmness and compassion into one's being.” — THE NEW HUMANITY
Auszug aus diesem Buch:
Aus dem Kapitel "Die Niederlage annehmen und den Sieg anbieten"
In Tibet traf ich eine ganze Anzahl von bescheidenen Praktizierenden, die, obwohl sie nicht berühmt waren, in ihrem Alltagsleben immer das Annehmen der Niederlage und das Anbieten des Sieges praktizierten. Einer von ihnen war ein Mönch namens Kachen Sangye, den die Leute später als Bodhisattva anerkannten. Wenn jemand irgend etwas Unangenehmes zu ihm sagte, nahm er es an, ohne Vergeltung zu üben, und wenn ihn jemand um etwas bat, gab er es sofort her, ohne eine Spur von Geiz. Wurde beim Einkaufen zu viel Geld verlangt, zahlte er kommentarlos, und war der Ladenbesitzer arm, gab er ihm sogar mehr. Kachen Sangyes teuerster Besitz war ein Kupfertopf zur Aufbewahrung von Wasser. Eines Tages, als er fort war, drang ein Dieb in seinen Raum ein und stahl den Topf. Als aber der Dieb die Straße entlang lief, traf er auf Kachen Sangye, der gerade zurückkehrte. Da der Mönch ihn kannte, war der Dieb so beschämt, dass er den Topf fallen ließ und wegrannte. Kachen Sangye aber entwickelte den starken Wunsch, seinen Kupfertopf zu verschenken. Er brachte ihn zum Haus des Diebes und sagte zu ihm: «Du brauchtest nicht wegzurennen. Du darfst dir jederzeit aus meinem Raum nehmen, was du willst!» Die Leute sagten über ihn, dass er sogar freudig sein Leben gegeben hätte, wenn man ihn darum gebeten hätte. Es gibt viele derartige Beispiele aus der Vergangenheit, und es gibt keinen Grund, warum es nicht auch heute und in der Zukunft solche Praktizierende geben sollte. Diejenigen, die fähig sind, so zu denken und sich so zu verhalten, treffen auf keinerlei Probleme im Leben, denn sie können jede Situation freudig annehmen.
